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Offensive Magerkost gegen Ennahofen

BSV Ennahofen - SSG Ulm 99 0:2
17.08.2011 19:00 Uhr

Gegen den bisher unbekannten, neuen Mitkonkurrenten aus der Bezirksliga 14, BSV Ennahofen, entwickelte sich vom Anpfiff ab ein völlig einseitiges Spiel. Der Ball verließ kaum die Hälfte der Gastgeberinnen und in den seltenen Fällen, in denen dies doch einmal geschah, fing die Abwehrreihe jeden zarten Angriffsversuch umgehend ab. Durch die einseitige Spielverteilung standen daher meist bis zu 21 Spielerinnen in der Hälfte von Ennahofen. Lediglich die nahezu völlig beschäftigungslose Karoline Matz im Tor der SSG musste in der eigenen Hälfte verharren. Auf Grund dessen war Platz ein rar gesätes Gut und die SSG dazu gezwungen gegen die tief stehenden Gastgeberinnen mühsam Chancen zu erarbeiten. Das gelang vor allem immer dann, wenn die SSG mit sauberen Pässen unter Einbindung der Außenpositionen schnell kombinierte. Leider setzte man dies viel zu selten konsequent um. Oft wurde zu spät die Mitspielerin gesucht oder der Ball unkonzentriert und schlampig weitergepasst. Trotz der Mängel im Spiel nach vorn und der störrischen Defensivtaktik von Ennahofen hatte die SSG mehrmals die Chance zur Führung auf dem Fuss oder Kopf. Wie aber schon gegen Wattenweiler fehlte dabei letztlich ein wenig die Konsequenz am Ende der Aktion oder direkt im Abschluss, so dass es zur Halbzeit bei einem frustrierenden 0:0 blieb.

Nach dem Seitenwechsel klappte es dann schließlich mit dem mehr als überfälligen Führungstor, allerdings unter gütlicher Mithilfe der gegnerischen Torhüterin. Einen von Ramona Bonss am linken Strafraumeck getretenen Ball lies diese passieren und erlöste damit etwas die Gemüter auf der Seite der SSG (48.). Wer nun aber vermutete, dass der Knoten geplatzt sei, sah sich leider getäuscht. Die SSG blieb zwar weiter überlegen, erzwang aber in der Folge zu wenig Chance und Abschlüsse. Der zweite Treffer des Tages fiel dann in einer der wenigen Situationen, in denen die gegnerische Abwehr einmal aufgerückt war. Tamara Barwan nutzte diese Situation zu einem von rechts hinter die Abwehr geschlagenen Flugball in den Lauf von Ramona Bonns, die schließlich im Eins-gegen-eins der rauslaufenden Torhüterin keine Chance lies und den Ball zu ihrem zweiten Treffer versenkte (79.). Dass die Abwehr in 90 Minuten keine Torchance zuließ, ist zwar positiv zu werten, gegen einen spielerisch limitierten Gegner aber auch nicht überraschend. Zurück bliebt vielmehr der Ärger über die aufgetretenen Konzentrationsmängel im Spielaufbau und vor allem die anhaltenden Nachlässigkeiten gegen Ende der Offensivbemühungen.

Es spielten:
Matz, Griesbeck, Geiger, Dietmann, Walter, Barwan, Siebler, Bonss, Haberkern, Strobel, Stephan, Lotz, Eichbaum, Schmidt

 

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